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Benefizaktion "sprachstifter"

„Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!“

Erland Schneck-Holze rezitiert Schiller auf seine Art…

 

Es waren gigantische Inszenierungen, die der Hanauer Pädagoge und „Schultheaterpapst“ Erland Schneck-Holze in den vergangenen 30 Jahren auf die Bühnen brachte. Nicht selten schaffte er es dabei, über 100 Schüler seiner Theatergruppe der Hohen Landesschule Hanau zu derart anspruchsvollen Aufführungen mitzureißen. Standing Ovation war dann auch häufig Lohn für die exzellenten Leistungen von Darstellern und ihrem „Meister“.

 

Über 30 Klassiker, von Goethe über Schiller bis Shakespeare wurden in den vielen Jahren von den Oberstufenschülern des Hanauer Traditionsgymnasiums einstudiert. Es war nie die leichte Kost die der Zuschauer zu sehen bekam. Ob König Lear, Nathan der Weise oder Troja, die Inszenierungen waren äußerst anspruchsvoll und hätten auch in jedem guten Theaterhaus in Deutschland auf dem Programm stehen können.

 

Die treibende Kraft hieß immer Erland Schneck-Holze. Seine Theaterbesessenheit infizierte offensichtlich auch seine Schüler. Viele von ihnen studierten nach dem Schulabschluss dass, was ihnen Schneck-Holze beigebracht und vorgelebt hat. Einige von Ihnen wie Dominic Raacke oder Rolf Kanies, dominieren heute auf bekannten bundesdeutschen Theaterbühnen, im Film oder Fernsehen. Ihr regelmäßiger Kontakt zu Schneck-Holze zeigt aber auch die tiefe Verbundenheit zu ihm und zur Hohen Landesschule wo alles 1976 mit „Leonce und Lena“ begann.

 

Mit viel Lob und Auszeichnungen, wobei der Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises der bisherige Höhepunkt im Leben des Pädagogen sein sollte, ging Schneck-Holze 2012 in den Ruhestand. Dies bedeutete allerdings nicht, dass er sich vom Theaterleben verabschiedete. Lesungen und Rezitationen gehören auch weiterhin zu seinem Ruhestands-Repertoire.

So auch am Sonntag, dem 4. März 2018, um 18.00 Uhr im Comoedienhaus Wilhelmsbad.

 

Als Gründungsmitglied des Maintaler Lions Club, der diese Veranstaltung mitträgt, hat er einige dramatische Gedichte Friedrich Schillers zusammengestellt und wird sie an diesem Nachmittag als Rezitator in seiner ihm eigenen Art und Weise präsentieren. Unterstützt wird er von der jungen renommierten Pianistin Yeo-Jin-Park, die als Dozentin an der Paul-Hindemith-Schule lehrt und schon mit eigenen Soloauftritten für Aufmerksamkeit sorgte. Die Hanauer Germanistin und Literaturpädagogin, Ursula Zierlinger, wird dazu eine nicht ganz so ernst gemeinte historische Einführung geben. Von den Einnahmen dieser Benefiz-Soiree sollen Sprach- und Lesebücher für Flüchtlinge angeschafft werden, die an der Hanauer Volkshochschule Deutsch lernen.

 

Das Erland Schneck-Holze zu den schillerndsten und manchmal umstrittensten Theatermachern der Region gehört, der bei all seinen Inszenierungen äußerst eigenwillig und unkonventionell arbeitet, stört ihn nicht, erfreut dafür mehr sein Publikum. Und so können sich die Besucher auch bei dieser Rezitation auf einen etwas anderen kulturellen Spätnachmittag freuen.

 

Foto: Erland Schneck-Holze, rezitiert Schillerdramen im Comoedienhaus

 

Karten gibt es bei: Frankfurt Ticket Rhein-Main und bei der Buchhandlung am Freiheitsplatz